21. Europäische Kulturtage Karlsruhe

„Musik baut Europa“ – dazu höre ich das Wort MUSIK betont.
Das feinstoffliche, unfassbare Phänomen, das kaum der Übersetzung bedarf: Musik ist immer Gegenwart. Voraussetzung ist: sie wird gemacht, gut gemacht.
Wolfgang Rihm

______________
Die 21. Europäischen Kulturtage Karlsruhe richten den Blick darauf, welche Kreativität und Schaffenskraft von Karlsruhe ausgehend die Kunst und Kultur in Europa beeinflussen. Im Mittelpunkt steht die zeitgenössische Musik, insbesondere das Werk und künstlerische Umfeld Wolfgang Rihms. Der international renommierte Komponist, ein Sohn Karlsruhes, feiert im März 2012 seinen 60. Geburtstag. Seine Musik strahlt von hier aus weit nach Europa hinein. Mit seinen Kompositionen stellt sich Wolfgang Rihm in die große Europäische Musiktradition, vor deren Hintergrund er ein höchst eigenständiges, vielseitiges und umfangreiches kompositorisches Werk geschaffen hat und schafft. In europäische Dimensionen begibt sich Rihm auch mit seinen literarischen Vorlagen: Nietzsche, Artaud, Müller, Rimbaud, Hölderlin und die Figuren der klassischen Mythologie spannen durch sein Werk ein weites Netz. Dabei lässt er mit seinen Bezügen zu Artaud und Rimbaud eine besondere Nähe zu Frankreich erkennen.
Ein weiterer Schwerpunkt im Festival-Programm ist die Vermittlung zeitgenössischer Musik. Gerade sie zeichnet sich durch eine enorme Kreativität, Experimentierfreude und Innovation aus, oftmals verbunden mit spannenden künstlerischen Wagnissen. Den neuen Klang in Schulen tragen, das Verständnis für zeitgenössische Musik wachsen lassen, verstehen, was man im Konzert hört, die musikalischen Gedanken des Komponisten nachvollziehen – das sind nur einige Ansätze der auf Nachhaltigkeit und Förderung ausgerichteten Themenstellung, die in den 21. Europäischen Kulturtagen Karlsruhe verankert ist.

%d Bloggern gefällt das: